2017 im Blick: “Krise, welche Krise?”

Brexit, Türkei, Trump und dann vielleicht noch Italien… Alles deutet darauf hin, dass auch 2017  für die deutsche Exportwirtschaft ein bewegtes Jahr wird. Für die im Herbst erschienene Studie “Krise, welche Krise?” ein Anlass für einen Rückblick, wie sich der deutsche Export seit der Finanzkrise 2009 entwickelt hat. Die Zahlen zeigen: Die gleichzeitige und dauerhafte Präsenz auf vielen Märkten ermöglichte die Kompensation einzelner regionaler Krisen. Die Publikation zeigt auch, dass sich die im Ausland aktiven Unternehmen an langfristigen Zielen orientieren. In den ausführlichen Interviews des Buchs beschreiben erfolgreiche Mittelständler, wie sie ihre Firmen zumindest bislang sicher durch alle globalen Herausforderungen navigieren konnten.

 

mock-up-krisebuch-17-11-16-1Im Zahlenteil der Buchpublikation “Krise, welche Krise?” fasst der Aussenwirtschaftsexperte und Fachjournalist Ernst Leiste zusammen, wie sich die deutsche Exportwirtschaft in den Jahren seit der globalen Finanzkrise auf den wichtigsten Zielmärkten entwickelt hat. Die auf die einzelnen Regionen bezogene Darstellung zeigen die regionale Dimension des starken Exportwachstums. Leiste analysiert, wie die Exportunternehmen trotz Finanz- und Euro-Krise, China-Ängsten, Russland-Sanktionen, Sorgen um Griechenland, Portugal, Italien oder den Brexit immer neue Märkte erschließen und auch die traditionellen Märkte in der europäischen Nachbarschaft halten und positiv für sich entwickeln konnten.

Tassilo Zywietz, Geschäftsführer Außenwirtschaft der IHK-Region Stuttgart, resümiert in der Publikation die Umfrage “Going Global”, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) bei 5000 Unternehmen über eine Zeitraum von 10 Jahren durchgeführt hat. Zywietz: “Die wichtigsten Erfolgsfaktoren für das Auslandsgeschäft werden durch die deutschen Unternehmen weitgehend stabil bewertet. Das ist ein bemerkenswertes Element von Kontinuität im anhaltenden Internationalisierungsprozess.”

Die Publikation enthält zudem Interviews mit Geschäftsführern und Vorständen von mittelständischen Unternehmen wie Pilz, Sick, Weidmüller, GFT, Ziehl-Abegg und KOMET. In den Gesprächen berichten die Unternehmer, wie sie mit regionalen Konjunkturen und dem global spürbaren Fachkräftemangel umgehen. Fast alle der interviewten Manager und Inhaber betonen, wie wichtig eine langfristig orientierte Unternehmensentwicklung und eine kontinuierliche Präsenz vor Ort sind. Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters GFT über das durchgehaltene Engagement in den Krisenmärkten Spanien und Brasilien: “Gerade in diesen Jahren haben wir positive Signale ausgesendet. Dieses Engagement trägt jetzt Früchte.“

In den Gesprächen beschreiben die Unternehmer auch, wie sie sich auf die Digitalisierung als neuen Treiber im internationalen Wettbewerb einstellen. “Unser Erfolg bislang darf uns nicht träge machen”, warnt Dr. Eberhard Veit, der frühere Vorstandsvorsitzende der FESTO AG. Veit, der heute führende Familien- unternehmen bei der Entwicklung digitaler Strategien berät und von der Bundesregierung in die Leitung der Plattform Industrie 4.0. berufen wurde, plädiert für eine “evolutionäre Revolution” in den Unternehmen.

“Wir können und müssen um mindestens so viel besser sein, wie wir teurer sind”, argumentiert Veit für mehr Vernetzung und neue Geschäftsmodelle. “Die Unternehmen navigieren immer stärker in einem anonymisierten und standardisierten Weltmarkt”. Der Blick müsse sich auf Asien richten, wo die Digitalisierung neue Chancen für die dortigen Wettbewerber, aber auch für “Fernkooperationen” deutscher Firmen mit komplementären Partnern schaffe.

Vorwort:  Export – schlicht “alternativlos”

” Es ist fast schon vergessen, dass nach der Finanzkrise 2008 und 2009 auch das Erfolgsmodell der deutschen Exportwirtschaft in Frage stand. Damals gab es dramatische Einbrüche auch in den sogenannten “realwirtschaftlichen” Märkten der Welt. Kurzarbeit in Deutschland traf damals auch Unternehmen, die man heute “Hidden Champions” oder stolz “Weltmarktführer” nennt.

Sichere Navigation durch eine in an allen Märkten gleichzeitig spürbare Krise war damals die große Aufgabe. Bei der Premiere der GlobalConnect 2008 in Stuttgart und an den anderen Treffpunkten der deutschen Exportwirtschaft war zentrales Thema, ob, wie und wo die Exportunternehmen neuen Handlungsspielraum gewinnen könnten…

Der zweite Teil der Publikation zeigt, dass für die 5000 vom DIHK befragten auslandsaktiven Unternehmen die Präsenz auf den verschiedenen Märkten der Welt das ist, was man heute als “alternativlos” bezeichnet…

Zu den vergangenen wie den aktuellen Herausforderungen – Digitalisierung, Geopolitik und der anhaltende Krisenmodus regionaler Märkte – habe ich in persönlichen Gesprächen mehrere Unternehmer befragt. Der dritte Teil des Buchs enthält mittelständische Antworten, wie die Position im globalen Wettbewerb proaktiv zu gestalten und Zukunft zu sichern ist. Das Buch liefert Material zum Stand der Internationalisierung. Die Interviews und das Buch insgesamt könnten für Sie als Leser einige Anregungen für Ihre eigene internationale Strategie enthalten. Es sieht zum Jahresende 2016 so aus, dass die Zeiten und Märkte bewegt und Erfahrungen im Umgang mit Krise und Boom wertvoll bleiben.”

Ernst Leiste, Tassilo Zywietz, Hans Gäng:
“Krise, welche Krise? Internationalisierung in bewegten Zeiten”,
110 Seiten, Verlag local global, 19 Euro,
ISBN: 978-3-9817242-1-9 im Buchhandel oder bei Amazon
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