11.11.2013
von local global

Yorck Sievers: Export von dualer Berufsbildung “Made in Germany”

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Auch für deutsche Unternehmen, die sich im Ausland engagieren, ist die Fachkräftesicherung vor Ort eine ernsthafte Herausforderung. Sie suchen nach geeigneten Lösungen, Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Ein entscheidender Faktor ist die berufliche Bildung. Stark gestiegen ist die Nachfrage nach der deutschen dualen Berufsbildung. Sie qualifiziert nachweislich auf hohem Niveau und ist besonders beschäftigungswirksam.

Die Kombination von Theorie und betrieblicher Praxis wird als großer Vorteil gegenüber rein schulischen Modellen geschätzt. Berufliche Bildung „Made in Germany“ genießt einen exzellenten Ruf und wird als wichtiger Wettbewerbsvorteil angesehen. Zu Recht, wie folgende Fakten belegen: Deutsche Unternehmen gehören zu den wettbewerbsfähigsten der Welt. Nach der Ausbildung übernehmen fast 60 Prozent der Betriebe ihre Auszubildenden unmittelbar in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis.

Dank der dualen Berufsbildung ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland mit 7,9 % sehr niedrig. Außerdem sorgen die breiten, bundesweit einheitlichen Aus- und Fortbildungsinhalte dafür, dass die Arbeitnehmer flexibel in allen Betrieben eingesetzt werden können. So ist beispielsweise der Industriemechaniker im international tätigen Konzern Siemens genauso gut einsetzbar, wie in einem kleinen metallverarbeitenden Betrieb im Thüringer Wald.

Angesichts des großen Interesses an dualer Berufsbildung von deutschen Unternehmen im Ausland einerseits und von zahlreichen Staaten weltweit andererseits hat das Thema Berufsbildungsexport für die DIHK/IHK/AHK-Organisation zwei strategische Facetten:

1. Außenwirtschaftsförderung durch Fachkräftequalifizierung und -sicherung

2. Systemische Berufsbildungsberatung für die Einführung dualer Formen der Qualifizierung

IHKs, AHKs und DIHK werden oft als erste Ansprechpartner, Kompetenzträger und attraktive Partner wahrgenommen.  Diverse AHK-Projekte belegen, dass ein Geschäftsfeld „Berufsbildung“ sinnvoll und wirtschaftlich erfolgreich auf- und ausgebaut werden kann. Insbesondere mit Blick auf die deutschen Unternehmen im Ausland ist es ein wichtiges Anliegen der DIHK/IHK/AHK-Organisation, dem großen Interesse am deutschen Berufsbildungssystem noch mehr zu entsprechen. IHKs und AHKs bauen ihr Angebot an Berufsbildungsdienstleistungen qualitativ und quantitativ sukzessive aus und etablieren es weltweit an noch mehr Standorten.

 

Ein Bwitrag von Yorck Sievers, Leiter Referat, AHK Projekte Berufsbildung und Marke AHK

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